Die Miete eines Turmdrehkrans ist für jede Baustelle eine große Entscheidung. Dieser Leitfaden führt Sie durch den gesamten Ablauf — von der ersten Anfrage bis zur Demontage — damit Sie wissen, was Sie erwartet, was wir übernehmen und was Ihre Seite vorbereiten muss. Kurze Antworten finden Sie unter Häufige Fragen.
1. Der Mietablauf in sechs Schritten
- Anfrage — Sie senden uns die Eckdaten Ihres Projekts (telefonisch, per WhatsApp oder über das Formular): Standort, Gebäudehöhe, schwerste Last und Ausladung, ungefähre Mietdauer.
- Technische Ausarbeitung — wir schlagen einen Kran aus unserer Flotte vor, der zum Projekt passt, und besichtigen bei Bedarf die Baustelle. Wir liefern die technischen Daten für die Vorbereitung: Bodenpressungen, Fundamentanforderungen, erforderlicher Stromanschluss.
- Angebot — Sie erhalten ein schriftliches, auf Ihr Projekt zugeschnittenes Angebot.
- Montage — wir organisieren Transport, Mobilkran und Montageteam. Nach der Montage prüft ein unabhängiges, dafür befugtes Unternehmen den Kran und stellt das Prüfprotokoll aus.
- Nutzung — der Kran arbeitet auf Ihrer Baustelle; wir kümmern uns um die regelmäßige Wartung und um Störungen, die in unseren Verantwortungsbereich fallen.
- Demontage — melden Sie sie schriftlich mindestens 30 Tage im Voraus an; wir organisieren Demontage und Abtransport in derselben Reihenfolge wie die Montage.
2. Welcher Kran passt zu Ihrem Projekt?
Unsere Flotte umfasst 16 Liebherr-Krane: Turmdrehkrane (Obendreher) mit Traglasten von 3 bis 12 Tonnen, Ausleger bis 70 m und Höhen bis 60 m, sowie selbstaufstellende Krane (Untendreher) für kleinere und schnellere Projekte. Grundsätzlich gilt:
- Turmdrehkrane (Baureihe EC-H) — Mehrgeschosser, größere Wohn- und Geschäftsgebäude, längere Bauzeiten, schwere Lasten und große Ausladungen.
- Selbstaufstellende Krane (40K, 34K) — Einfamilienhäuser und kleinere Gebäude, kürzere Mietzeiten, beengte Grundstücke; schnellere Montage und geringerer Eingriff auf dem Gelände.
Sie müssen das Modell nicht selbst treffen: Nennen Sie uns die schwerste Last und die Ausladung, bei der Sie sie heben, die Gebäudehöhe und die Adresse der Baustelle — wir schlagen einen Kran vor, der die Aufgabe mit Sicherheitsreserve abdeckt, und nicht einen größeren (und teureren) als nötig. Die Ausladung auf Ihrem Grundstück können Sie selbst auf unserer Reichweitenkarte ausprobieren, einen ersten Eindruck „welcher Kran hebt was" gibt der Lastrechner.
3. Baustellenvorbereitung vor der Montage
Die häufigste Ursache für Verzögerungen bei der Montage ist nicht der Kran, sondern eine unvorbereitete Baustelle. Stellen Sie vor dem vereinbarten Termin sicher:
- Zufahrt — Sattelzug und Mobilkran müssen bis zum Montageort gelangen; der Untergrund der Zufahrt muss schwere Lasten tragen, und auf dem Weg dürfen weder Material noch Maschinen oder andere Hindernisse stehen.
- Fundament — ausgeführt und ausreichend erhärtet, entsprechend den Daten, die wir mit dem Angebot liefern (Bodenpressungen, Ankerelemente, wo vorgesehen). Frisch gegossener Beton am Montagetag bedeutet Verschiebung.
- Montagefläche — freie Fläche für die zerlegten Segmente und den Betrieb des Mobilkrans.
- Strom — Anschluss mit ausreichender Leistung samt Verteiler, funktionsfähig von der Montage bis zum Ende der Demontage. Die genauen Werte (Leistung, Absicherung) liefern wir mit dem Angebot für den konkreten Kran.
- Genehmigungen und Umfeld — Sondernutzung öffentlicher Flächen, Verkehrsregelung und Zustimmungen der Nachbarn für das Überschwenken des Auslegers sind, sofern erforderlich, Sache des Auftraggebers. Wir beraten Sie gerne, was für Ihren Standort realistisch nötig ist.
4. Montage, Prüfprotokoll und Arbeitsbeginn
Die Montage führt ein spezialisiertes Team mit Mobilkran aus; der Termin hängt von der Disposition und den Wetterbedingungen ab — bei starkem Wind, Glatteis oder Sturm wird die Montage aus Sicherheitsgründen verschoben. Ein selbstaufstellender Kran wird in der Regel innerhalb eines Arbeitstages aufgestellt, ein Turmdrehkran in 1–3 Arbeitstagen, je nach Höhe und Konfiguration.
Nach jeder Montage prüft ein unabhängiges, befugtes Unternehmen den Kran und stellt ein Prüf- und Untersuchungsprotokoll (Attest) aus. Das ist kein Entgegenkommen, sondern eine gesetzliche Pflicht: In Kroatien wird Arbeitsmittel, das umgesetzt wird, vor der Inbetriebnahme an jedem neuen Einsatzort geprüft. Gearbeitet wird erst nach Ausstellung des Protokolls; bei längeren Mietzeiten kommen die vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen hinzu.
5. Während der Mietzeit
- Kranführer — den Kranführer stellt der Auftraggeber (sofern im Angebot nichts anderes vereinbart ist); den Kran darf ausschließlich eine ausgebildete Person mit gültiger Befähigung bedienen.
- Tägliche Kontrolle — der Kranführer prüft den Kran täglich nach Herstellerangaben; melden Sie uns jeden festgestellten Mangel sofort.
- Wind — jedes Modell hat nach Herstellerangaben eigene Betriebsgrenzen; als Orientierung wird der Betrieb in der Regel eingestellt, wenn die Windböen etwa 72 km/h (20 m/s) überschreiten, und bereits ab etwa 50 km/h wird mit erhöhter Vorsicht gearbeitet, je nach Modell und Last. Außer Betrieb wird der Ausleger frei drehbar gelassen (Windfahnenstellung). Das ist keine Störung, sondern eine Sicherheitsregel — mehr dazu auf der Seite Wind und Krane.
- Störungen — melden Sie sie schriftlich (WhatsApp oder E-Mail genügt); Störungen in unserem Verantwortungsbereich gehen wir ohne unnötigen Verzug innerhalb der regulären Arbeitszeit an. Ehrlich gesagt: Eine sofortige Reparatur ist nicht immer physisch möglich (Ersatzteile, Verfügbarkeit des Teams), deshalb versprechen wir sie auch nicht — wir versprechen, nicht zu trödeln. Für Baustellen, die eine bevorzugte Reaktion brauchen, lässt sich ein Bereitschaftsdienst gesondert vereinbaren.
6. Verlängerung, Abschluss und Demontage
- Verlängerung — der Bau verzögert sich? Melden Sie sich, sobald Sie es absehen, spätestens 30 Tage vor Ablauf des angemeldeten Zeitraums. Krane werden im Voraus für die nächsten Baustellen verplant, deshalb erhöht eine frühe Meldung die Chance, dass wir die Verlängerung annehmen können.
- Anmeldung der Demontage — schriftlich, mindestens 30 Tage im Voraus. Die Demontage erfordert dieselbe Organisation wie die Montage (Transport, Mobilkran, Team, Zeitfenster) und lässt sich nicht „in ein paar Tagen" erledigen.
- Vorbereitung der Demontage — wie bei der Montage: freie Zufahrt, Platz, Strom bis zum Ende der Arbeiten. Ihre verantwortliche Person sollte bei der Demontage anwesend sein.
Die Informationen auf dieser Seite sind informativer Natur und stellen kein Angebot dar. Für alle Vertragsverhältnisse sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und das individuelle Angebot maßgeblich.